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Besser durch den Schichtdienst dank CBD?

Besser durch den Schichtdienst dank CBD?

14. Februar 2020

Hanf hat eine lange Geschichte hinter sich. Bereits 2.800 v.Chr. wurden in Asien Seile aus Hanf gedreht. Als eine der ältesten Nutzpflanzen, wurden insbesondere die Fasern genutzt, um Textilien oder Papier herzustellen. Mit Beginn der Baumwollspinnerei im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Hanfwirtschaft zurück. Die Nutzung des Rohstoffes geriet unter Druck während der Cannabis-Prohibition. Erst seit Ende des letzten Jahrhunderts wurden Anbauverbote wieder aufgelöst und neue Anwendungsfelder erprobt.

Derzeit liegt Cannabidiol (kurz CBD), das nicht psychoaktiv wirkt, stark im Trend. Es hemmt Entzündungen, löst Ängste und fördert die Entspannung. Damit ist das Hanf-Präparat derzeit für viele interessant. Wie das CBD im Alltag unterstützen kann oder ob es hier mehr um Trend als Wirkung geht, zeigen wir im folgenden Artikel.

Was genau ist CBD?

CBD wird aus den Blüten und Blättern von Hanfpflanzen gewonnen. Das Konzentrat von THC (Tetrahydrocannabinol) liegt unter 0,2 Prozent, dementsprechend kommt es zu keinem Rauschzustand. Bei solch einer geringen Dosierung sind psychoaktive Wirkungen also ausgeschlossen. Das erklärt auch, warum Marihuana zwar nicht, aber CBD in Deutschland legal ist.

Wie nimmt der Körper CBD auf?

Der menschliche Körper besitzt ein eigenes Endocannabinoid-System, mit dem das CBD eine Verbindung eingeht. CBD dockt an die unterschiedlichen Rezeptoren an, die beispielsweise im Nervensystem oder im Magen-Darm-Trakt vorhanden sind.

Wie wirkt CBD?

Der Professor Mechoulam, sowie seine Kollegen vom Weitzmann Institute und der Hebrew University of Jerusalem forschen bereits seit über 40 Jahren zu CBD und haben eine Vielzahl an positiven Effekten erkannt.

CBD

  • wirkt angstlösend und beruhigend
  • ist entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlindernd
  • hilft Stress oder depressive Empfindungen abzubauen
  • lindert Herzrasen und wirkt positiv auf den Blutdruck
  • unterstützt bei Diäten und Kuren als Appetithemmer
  • zeigt eine positive Beeinflussung von Diabetes Typ 2
  • fördert einen tiefen Schlaf
  • entkrampft und kann bei Übelkeit, Erbrechen, Darm- oder Magenverstimmungen eingesetzt werden
  • wirkt Akne oder Neurodermitis entgegen
  • kann das Wachstum von Tumoren hemmen

CBD kann, wie jeder andere Wirkstoff auch, zu Neben- und Wechselwirkungen führen. Wichtig bleibt daher, die eigene Verträglichkeit auf Cannabidiol zu prüfen.

CBD bei Stress und Schlaflosigkeit

Schichtdienst und Stress können uns aus dem Rhythmus bringen. Wir schlafen weniger, wir schlafen schlecht und am nächsten Tag lässt unsere Konzentration zu wünschen übrig. Dabei ist Schlaf für unseren Körper essentiell. Finden wir keine Ruhe, werden wir krank. CBD kann über die Interaktion mit dem körper­eigenen Endocannabinoid-System direkten Einfluss auf unser Nervensystem nehmen und unser Empfinden stärken.

Schlechter Schlaf ist meist bedingt durch Überforderung, Unruhe und Stress – kurz: durch unsere Psyche begründet. Cannabidiol greift solche Angstzustände und Stressempfindungen an, indem es mit den GABA- und Serotoninrezeptoren im Gehirn interagiert.

Das alles bringt uns zwar auch nicht früher nach Hause und kann das Schichtsystem nicht umgehen, aber CBD kann helfen, schneller und tiefer in den Schlaf zu finden, wenn wir schon im Bett angekommen sind. Bereits 2015 konnte dieser positive Effekt bezüglich der Stressreduktion und dem verbesserten Schlaf an der David Geffen School of Medicine in Los Angeles nachgewiesen werden.

Außerdem: mit CBD können wir bestimmen, wann wir müde sind. Niedrige Dosen reduzieren unser Müdigkeitsempfinden, höhere Dosen die Schlafstörungen. Cannabidiol kann also je nach Konzentration, wach oder müde machen.

Zusammenfassend: Cannabidiol geht gegen die Ursache von Schlaflosigkeit vor, Stress- und Angstzustände werden abgebaut. Unser natürlicher Schlaf-Wach-Zyklus kann regenerieren. Geeignet ist CBD für alle, die sich eine Alternative auf natürlicher Basis zu herkömmlichen Medikamenten erhoffen. Aber auch bei Cannabidiol gilt: es ist auf die Verträglichkeit zu achten. Es bleibt spannend, was wir in den nächsten Jahren noch alles über CBD erfahren werden. Derzeit forscht die Berliner Charité an einem Zusammenhang zwischen CBD und Therapiemaßnahmen schizophrener Erkrankungen.

CBD ist übrigens in Form von Ölen, Kapseln, Sprays oder als Balsam im normalen Handel erhältlich.

Vanessa Winkler