MEDWING Stories: Ma. Cristine und Romamea von den Philippinen

MEDWING
July 14, 2026

Die Pflegerinnen Ma. Cristine und Romamea berichten über Herausforderungen und Chancen im Job.

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    Erst kürzlich haben wir unsere Reihe „MEDWING Stories“ gestartet. Sie konzentriert sich auf Pflegekräfte, die wir bei der Jobsuche unterstützt haben. In diesem Beitrag lassen uns die philippinischen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Ma. Cristine und Romamea an ihrem Weg nach Deutschland teilhaben und berichten sowohl über die Herausforderungen als auch Chancen im neuen Job und für sich selbst.

    In Zusammenarbeit mit MEDWING hat es sich das Helios Klinikum Berlin-Buch innerhalb eines Pilotprojekts zur Aufgabe gemacht, 100 Pflegefachkräfte aus dem Ausland zur Unterstützung des einheimischen Pflegepersonals für eine langfristige Tätigkeit in ihrem Haus zu begeistern. Nach einer acht- bis zehnmonatigen Vorbereitungszeit gehören die philippinischen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Ma. Cristine und Romamea nun zu den ersten Teilnehmerinnen. Während in ihrem Heimatland die Jobchancen überschaubar sind und es um die Arbeitsbedingungen sowie Branchenlöhne weniger gut bestellt ist, bietet das Programm eine aussichtsreiche berufliche und auch persönliche Perspektive.

    Ma. Cristine – Pflegefachkraft in der Gastroenterologie, Helios Klinikum Berlin-Buch

    Die Gesundheits- und Krankenpflegerin Ma. Cristine aus Iloilo City, der Hauptstadt der philippinischen Provinz Iloilo, fand über MEDWING ihren Job in der Gastroenterologie im Helios Klinikum Berlin-Buch. Die größte Motivation für die Ehefrau und Mutter von drei Kindern, den Schritt ins ferne Deutschland zu wagen: die Möglichkeit, ihrer Familie die Stabilität und finanzielle Sicherheit zu geben, die sie sich immer gewünscht hat. Doch bevor die 34-Jährige ihre große Reise antreten konnte, musste sie so einige bürokratische Hürden nehmen und vor allem die deutsche Sprache erlernen.


    Pflegefachkraft Ma. Cristine im Helios Klinikum Berlin-Buch


    Vorbereitung auf das Arbeiten und Leben in Deutschland

    Nach ihren Schichten im Krankenhaus, die mitunter schon einmal 16 Stunden zählten, wurde der Spagat zwischen Haushaltsführung und Deutschunterricht in einer Schule in Iloilo zum Balanceakt. Dennoch versuchte Ma. Cristine ihre Kinder so oft wie möglich zur Schule zu bringen. Jedoch bereitete sie sich nicht nur sprachlich auf das Arbeiten und Leben in Deutschland vor, sondern auch mental. Vor ihrem Umzug war sie sich bewusst, dass das Wetter, das Essen und der Lebensstil anders als in ihrer Heimat sein würden. Worauf die Pflegefachkraft jedoch nicht gefasst war, waren die Unterschiede in der Krankenpflege.



    Unterschiede in der Krankenpflege – akzeptieren und praktizieren

    Während zur Krankenpflege in Deutschland auch das Reinigen der Ausscheidungen der Patientinnen und Patienten gehört, ist diese Form der Körperpflege auf den Philippinen den Familienangehörigen vorbehalten. Diese Erkenntnis war zu Beginn eine der größten beruflichen Herausforderungen, denen sich Ma. Cristine stellen musste. Kurzzeitig hegte sie Selbstzweifel: „Warum hast du dir Deutschland ausgesucht?“ Nach acht Monaten hierzulande ist auch dieser Teil der Arbeit für sie selbstverständlich.




    Herausforderungen meistern und Chancen sehen

    Nicht nur das sich täglich anbahnende Heimweh und die Sehnsucht nach ihrer Familie machen Ma. Cristine in Deutschland zu schaffen. Auch die Trauer zerrt am Gemüt der Krankenpflegerin. Wenn man über eine lange Zeit der Betreuung eine Bindung zu seinen Patientinnen und Patienten aufbaut, ist es unvermeidlich zu trauen, wenn sie versterben und man die pflegerischen Aufgaben nach dem Tod durchführen muss.

    Ma. Cristine ist ihrem Arbeitgeber, ihren Stationskolleginnen und -kollegen, aber vor allem ihren philippinischen Freundinnen und Freunden im Helios Klinikum Berlin-Buch dankbar. Sie alle waren und sind ihr eine große Unterstützung auf ihrer Reise und bei der Integration in Deutschland. Ihre Botschaft an sich selbst und andere angehende Pflegefachkräfte, die hierzulande arbeiten wollen: „Sei stark und hab Vertrauen in dich selbst!“



    Romamea – Pflegefachkraft in der Neurologie, Helios Klinikum Berlin-Buch

    Auch die ebenfalls von den Philippinen stammende Romamea hat ihre Stelle in der Neurologie im Helios Klinikum Berlin-Buch über MEDWING gefunden. Jedoch ist sie nicht die erste ihrer Familie, die im Ausland als Pflegefachkraft tätig ist. Ihre Entscheidung, in Deutschland als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu arbeiten, wurde stark von ihren Geschwistern beeinflusst. Drei von ihnen beschritten den Weg zum Geldverdienen in der Ferne bereits vor der 28-Jährigen. Mittlerweile hat Romamea eine eigene Familie gegründet, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Ihre Lieben in der Heimat zurückzulassen, fiel ihr alles andere als leicht, doch: „Meine Geschwister haben mich darauf vorbereitet, wie das Leben als Krankenschwester im Ausland ist. Ich war irgendwie bereit.“


    Pflegefachkraft Romamea vor dem Helios Klinikum Berlin-Buch


    Familiäre Herausforderung – Elternschaft aus der Ferne

    Eine der größten Herausforderungen, der sich viele unserer internationalen Gesundheits- und Krankenpfleger:innen mit Kindern stellen müssen, ist Elternschaft aus der Ferne. Wir haben Romamea gefragt, wie sie es trotzdem schafft, am Alltag ihres Nachwuchses teilzuhaben. „An meinen freien Tagen oder wenn ich Spätschichten habe, stelle ich sicher, dass ich gegen 7 oder 8 Uhr in Deutschland online gehe und meinen Kindern bei den Hausaufgaben helfe. Für mich ist das eine der vielen Möglichkeiten, noch ‚präsent' zu sein und am Alltag meiner Kinder teilzuhaben. Ich kommuniziere auch täglich mit meinem Mann über den Facebook Messenger.“

    Berufliche Herausforderungen – Sprachbarriere und Technik

    Zwei der größten Herausforderungen bei der Ausübung ihres Berufs als Krankenschwester sind für Romamea die Kommunikation auf Deutsch und der Umgang mit medizinischen Geräten. Deutsch ist alles andere als eine leicht zu erlernende Sprache. Für die philippinische Pflegefachkraft, ihre Kolleginnen und Kollegen kann das manchmal sehr frustrierend sein. Die Übung ist es jedoch allemal wert – spätestens dann, wenn ihre Patientinnen sowie Patienten glücklich sind und sie mit einem Lächeln im Gesicht ansehen.

    Neben der ein oder anderen sprachlichen Barriere, macht Romamea mitunter auch die Verwendung von medizinischen Geräten zu schaffen. Die Pflegebranche in ihrem Heimatland ist weniger gut mit den neuesten medizinischen Gerätschaften ausgestattet als es hierzulande der Fall ist. Sich möglichst schnell an die höhere Medizintechnik in deutschen Krankenhäusern anzupassen, war für die Krankenpflegerin keine leichte Übung. Glücklicherweise ist sie im Helios Klinikum Berlin-Buch von Kolleginnen und Kollegen umgeben, die stets bereit sind, ihr zu helfen und sie anzuleiten.



    Höflichkeit ist eine Tugend

    Was sich Romamea gerne bewahren möchte, ist die Höflichkeit: „Diese Eigenschaft, höflich zu sein, möchte ich trotz hektischer und stressiger Situationen beibehalten. An alle angehenden Krankenschwestern da draußen: Ich ermutige euch, euch auf eure Ziele zu konzentrieren, sie mit Überzeugung zu erreichen und mutig zu bleiben.“

    Ma. Cristine und Romamea haben sich mithilfe von MEDWING bestens auf ihren Job im Helios Klinikum Berlin-Buch vorbereiten und an ihrem neuen Arbeitsplatz integrieren können. Sie fühlen sich sowie ihre Arbeit wertgeschätzt und sind mit ihren Herausforderungen gewachsen. Möchtest du dich ebenfalls mit unserer Unterstützung sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickeln? Ein Blick in unsere Stellenanzeigen lohnt sich immer.


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